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Geschrieben von: N.L.   
Rückblick auf die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen

Die Ortschaft Herbringhausen im Festjahr 1974



Im August 1898 ging durch einen Blitzschlag die Doppelscheune Halbach-Lüdorf auf Wefelpütt in Flammen auf.
Der Schulbezirk Herbringhausen, hierzu zählen die Ortschaften Wefelpütt, Windgassen I, Windgassen II, Hastberg, Luckhausen und der Luckhauser Kotten, waren zu diesem Zeitpunkt der Gemeinde Lüttringhausen angeschlossen.
Als die damals noch nicht motorisierte Feuerwehr aus Lüttringhausen am Brandherd eintraf, war die Scheune jedoch schon bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Hier gab es nichts mehr zu retten.

Dieser Großbrand rief die Bürger des Herbringhauser Schulbezirks auf den Plan eine eigene Feuerwehr zu gründen. Bis zur Gründungsversammlung gingen dann noch gut 9 Monate ins Land.

Am 4.Juni 1899 wurde die Herbringhauser Feuerwehr ins Leben gerufen. Der Herbringhauser Landwirt und Kleinschmied Carl Becker hatte an diesem Sonntag 26 Männer um sich versammelt.



Carl Becker (Gründer)
1. B R A N D M E I S T E R von 1899 bis 1910



Die Stadtgemeinde Lüttringhausen bewilligte der neuen Wehr den Betrag von 361,65 Mark. Darüber hinaus erhielt die Wehr die Erlaubnis eine "Kollekte" abzuhalten. Bei dieser Sammlung kamen 384,50 Mark zusammen. Von dieser Gesamtsumme wurden Ausrüstungsgegenstände, eine gebrauchte Spritze gekauft und ein Gerätehaus errichtet. Die ersten Anweisungen der Wehr gab der Dachdecker Schmidt, der damalige Leiter und Brandmeister der Lüttringhauser Feuerwehr.

Der erste Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Herbringhausen wurde Carl Becker.

Die Herbringhauser waren damals mit Eifer bei der Sache. Oft wurde das erste Kommando belächelt und bewitzelt: "Pfeifen weg", denn die Herbringhauser Feuerwehrmänner wollten anfangs selbst beim Antreten zur Übung nicht auf ihre Tabakpfeifen verzichten. In der ersten Satzung wurde auch jeder zur Pünktlichkeit aufgerufen. U.a. hieß es ".... wer zur Übung fehlt, zahlt 10 Pfennig Strafe, und wer zu spät kommt, zahlt 5 Pfennig Strafe in die Vergnügungskasse. Maßgebend ist die Uhr des Brandmeisters." Geübt wurde damals an jedem vierten Sonntag im Monat von März bis Oktober, jeweils morgens um 7 Uhr.

Eine erste Feuertaufe hatte die Herbringhauser Wehr am 25.April 1901 zu bestehen, als bei einem Großbrand in Herbringhausen die Fachwerkhäuser Holthaus/Kettler und Erling abbrannten. Mit Hilfe von 4 benachbarten Wehren gelang es, das Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude zu verhindern.

Im Frühjahr 1902 wurde die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen mit einer neuen, modernen Spritze ausgerüstet. Die Herbringhauser Wehr wuchs weiter und erreichte im Jahr 1906 eine Stärke von 38 Feuerwehrmännern.

Nach 11-jähriger Tätigkeit als Leiter und Brandmeister trat Carl Becker im Jahre 1910 ab. Zweiter und damit neuer Wehrführer wurde Brandmeister Gustav Schmalz aus Herbringhausen.



Gustav Schmalz
2. B R A N D M E I S T E R von 1910 bis 1934



Am 12.Oktober 1912 wurde das neue Gerätehaus und der Steigerturm eingeweiht - auf dem Feuerwehrplatz, auf dem die Feuerwehr auch heute noch tätig ist.



Die Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Herbringhausen im Jahre 1913



Im Jahre 1929 folgte dann der zwangsweise notwendige Austritt aus dem Feuerwehr-Kreisverband Lennep. Die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen wurde in den Stadtverband der Freiwilligen Feuerwehren Wuppertal aufgenommen.

Im Jahre 1934 wurde die Herbringhauser Feuerwehr vom Brandmeister Gustav Schmalz an seinen Nachfolger übergeben. Neuer Brandmeister und dritter Leiter wurde Ernst Antoni sen.



Ernst Antoni sen.
3. B R A N D M E I S T E R von 1934 bis 1946



Im Frühjahr 1934 wurde nach dem Feuerwehrgesetz die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen aufgelöst und als Halbzug in die Freiwillige Feuerwehr Wuppertal eingegliedert. Der Führer der Herbringhauser Wehr hieß fortan nicht mehr Brandmeister sondern nur noch Truppführer.
Im Herbst 1938 erfolgte dann die Umbennenung in "Feuerwehr-Hilfspolizei". Ihr wurden u.a. auch artfremde Aufgaben übertragen, wie z.B. Straßensammlungen für das Winterhilfswerk.



Kameraden der Herbringhauser Wehr vor ihrem Gerätehaus im Jahre 1942



1946 erhielt die Feuerwehr einen neuen Brandmeister. Nachfolger wurde Adolf Laubert, der vierte Leiter der Wehr, jedoch der erste Brandmeister, der nicht aus Herbringhausen stammte, sondern aus Wefelpütt kam.

Adolf Laubert
4. B R A N D M E I S T E R von 1946 bis 1963



Im trockenen Sommer 1947 gab es dann für die Herbringhauser Wehr tagelange Einsätze im Ehrenberger Wald. Im Anschluss hieran wurde die Herbringhauser Wehr auch erstmals motorisiert. Dies heißt: die Wehr erhielt einen Anhänger mit einer tragbaren TS 8 Spritze. Der Anhänger konnte so von den Mitgliedern der Wehr hinten einen Traktor gespannt und so zur Brandstelle gefahren werden.

Im Jahre 1957 wurde am vorhandenen Gerätehaus eine neue Garage angebaut. Ein Aufenthaltsraum wurde neu geschaffen.
1959 wurde der Steigerturm abgerissen, der als Wahrzeichen Herbringhausens galt. Im Jahr 1960 erhielt die Feuerwehr Herbringhausen ein eigenes Löschfahrzeug. Einen Opel-Blitz.

Eine Löschübung der Herbringhauser Wehr



1963 trat der Brandmeister Adolf Laubert von seinem Posten zurück und übergab ihn dem Nachfolger und neuen Brandmeister der Feuerwehr Herbringhausen Alfred Lippert. Brandmeister Lippert wurde der fünfte Wehrführer in Herbringhausen. Gleichzeitig wurde er der zweite Wehrführer, der aus Wefelpütt kam.

Alfred Lippert
5. B R A N D M E I S T E R von 1963 bis 1976



Ein weiterer Zuwachs bedeutete die Anschaffung eines TLF 8 (Unimog), der allerdings die Unterbringung des TS 8 - Anhängers in der Nachbarschaft erforderlich machte. Bei Ausrücken der Wehr musste jetzt der Hänger auf die STraße gezogen werden und dort an das LF 8 gekoppelt werden. Dadurch ging im Ernstfall kostbare Zeit verloren. Zum 75-jährigen Bestehen im Jahre 1974 wurde der Opel-Blitz und Hänger durch ein fabrikneues Fahrzeug mit eingeschobener TS 8 ersetzt. Nun erst war die Unterbringung optimal, da beide Fahrzeuge einsatzbereit in der Fahrzeughalle Platz hatten.

Nach 13 Dienstjahren wurde Brandmeister Alfred Lippert verabschiedet und Helmut Flüß wurde mit der komissarischen Leitung der Wehr ab 1976 beauftragt.



die Kameraden der Herbringhauser Wehr im Festjahr 1974





eine Liste der Aktiven um 1974



Die fortschreitende Technik, sowie der Einsatz modernerer Fahrzeuge werden auch in Zukunft Anlass zu weiteren Um- bzw. Neubauten geben. Dies alles hat zwangsläufig zur Folge, dass auch die Ausbildung der Wehrmänner fortschreitet, damit Einsatzbereitschaft und Handhabung der Geräte gewährleistet sind.

Die angedeuteten Um- oder Neubauarbeiten wurden notwendig, als die Löscheinheit ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 Magirus von der Freiwilligen Feuerwehr Ronsdorf übernehmen sollte. Desweiteren wurde ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 mit 2.400 Liter Wasser in Aussicht gestellt.

Nach langen Verhandlungen wurde im Mai 1990 mit dem Neubau einer zweiachsigen Fahrzeughalle begonnen. Mit erheblichen Eigenleistungen wurde dieses bereits im Dezember des gleichen Jahres fertiggestellt. Mit der Einweihung fand auch gleichzeitig die Übergabe des neuen TLF 8/18 statt.

Die dreimal größere Menge Wasser als beim vorherigen Fahrzeug TLF 8 Unimog war von großer Schlagkraft. Zumal die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen Ortschaften ohne öffentliche Wasserversorgung und größere Waldflächen in ihrem Bezirk hat.

Die technische und persönliche Ausrüstung ließ jetzt keine Wünsche mehr offen, die persönliche Unterbringung allerdings sehr große. So diente hierführ immer noch der untere Teil des 1912 erbauten, 1959 abgetragenen und umgebauten Steigerturmes. Obwohl sehr oft und meistens mit eigenen Mitteln renoviert und verbessert, entsprach der Allgemeinzustand und auch die Größe keineswegs den heutigen Anforderungen. Da nun im Jahre 1992 das ehemalige Schulgebäude, dessen Klassenzimmer den Bürgern des ehemaligen Schulbezirkes als Dorfgemeinschaftsraum gedient hatte, von der Stadt Wuppertal verkauft wurde, war auch diese Räumlichkeit nicht mehr nutzbar.

Am Ende deiner Versammlung, an der eine Abordnung der Freiw. Feuerwehr Herbringhausen sowie des Bürgervereins Herbringhausens und Delegierte aller im Rat der Stadt Wuppertal vertretenen Parteien teilnahmen, war man einheitlich der Meinung, dass ein Neubau der Feuerwache Herbringhausen notwendig sei. Ein großer Schulungsraum sollte auch für die Bevölkerung des Löschbezirkes, für öffentliche Veranstaltungen, wie Wahlen und andere Termine sowie für Veranstaltungen der Kirchengemeinde nutzbar sein.

Der Baubeginn war im Oktober 1996 und die Fertigstellung im Dezember 1997. Die feierliche Einweihung erfolgte im Januar 1998.

Die Freiwillige Feuerwehr Herbringhausen hatte im Rahmen allgemeiner Umstrukturierungen das TLF 8/18 mit der Freiwilligen Feuerwehr Ehrenberg gegen ein LF 8/12 getauscht und besitzt somit derzeitig eben dieses Fahrzeug und den LF 8.



die Feuerwehr Herbringhausen feiert 100-jähriges Bestehen im Jahre 1999



Die bisherigen Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Herbringhausen
  • 1899 - 1910 Carl Becker
  • 1910 - 1934 Gustav Schmalz
  • 1934 - 1946 Ernst Antoni sen.
  • 1946 - 1963 Adolf Laubert
  • 1963 - 1976 Alfred Lippert
  • 1976 - 1978 Helmut Flüß
  • 1978 - 1997 Fritz Kotthaus
  • 1997 - 2003 Martin Kayser
  • seit 2003 Peter Uellendahl
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. August 2012 um 16:35 Uhr
 
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